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Mathematik

Verkettung von Funktionen: Welche kommt zuerst?

Bei (f ∘ g)(x) wird zuerst g angewendet, dann ihr Ergebnis in f eingesetzt. Die Reihenfolge ist wichtig: Ihre Umkehr verändert meist das Ergebnis.

Ein gelöstes Beispiel

Mathematik · Ein gelöstes Beispiel

Gegeben sind f(x) = 2x + 1 und g(x) = x². Bestimme (f ∘ g)(3). Wende zuerst die innere Funktion an.

A · 19
B · 49
C · 10
D · 13
Lösungsweg anzeigen

Berechne zunächst g(3) = 3² = 9, dann f(9) = 2 × 9 + 1 = 19. Das Ergebnis ist 19. Die umgekehrte Reihenfolge ergibt g(f(3)) = 49 und ist eine andere Rechnung.

Schritt für Schritt

Die allgemeine Regel lautet f(g(x)) = 2x² + 1. Umgekehrt erhält man g(f(x)) = (2x + 1)². Die Verkettung von Funktionen ist im Allgemeinen nicht kommutativ.

f(g(x)) = 2x² + 1
g(f(x)) = (2x + 1)²

Prüfe deine Lösung

Beide Funktionen sind Polynome mit reellem Definitionsbereich. Bei anderen Funktionen muss x im Definitionsbereich der inneren und deren Ergebnis im Definitionsbereich der äußeren Funktion liegen. Prüfe Nenner und Wurzeln vor dem Vereinfachen.

Probiere es selbst

Setze x = −2 ein. Beide Verkettungen ergeben dort 9: g(−2) = 4 und f(4) = 9; f(−2) = −3 und g(−3) = 9. Gleiche Werte an einer Stelle bedeuten nicht, dass beide Regeln identisch sind.